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A

Ankylose: knöcherne Gelenkversteifung mit vollständigem Bewegungsverlust

Arthritis: Entzündung eines Gelenkes. Diese Entzündung äußert sich in erster Linie durch Schmerzen, eine Überwärmung des Gelenks, Hitzegefühl, eine Schwellung und z.T. auch eine Ergussbildung (Gelenkerguss = Wasser im Gelenk). Der Schmerz tritt bei einer Gelenkentzündung typischerweise in Ruhe auf und bessert sich bei Bewegung. Bei starken Entzündungen kommt es zu nächtlichen Gelenkschmerzen, von denen man aufwacht. Ebenfalls typisch für entzündliche Gelenkerkrankungen ist eine ausgeprägte Morgensteifigkeit, die je nach Schwere und Aktivität der Erkrankung bis weit in den Tag andauert und z.T. sogar den ganzen Tag über nicht verschwindet.
Eine Arthritis kann akut, reaktiv oder chronisch auftreten.
Von akuten Erkrankungen spricht man dann, wenn sie plötzlich beginnen und schnell verlaufen. Mit dem Begriff chronisch bezeichnet man langanhaltende Krankheitsverläufe (>6 Monate). Eine reaktive Arthritis entsteht infolge einer Infektion im Körper (z.T. 1-4 Wochen nach ursächlicher Infektion z.B. im Darm)

Arthrose: verschleißbedingte Gelenkveränderung - Neben Überlastungen sind frühere Verletzungen (Meniskusschäden!), angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen (X-Beine, O-Beine) oder Fehlanlagen (z.B. "Hüftgelenksdysplasie") häufige Ursachen.
Typisch für die Arthrose ist der Startschmerz, der bei der ersten Bewegung und unter den ersten Bewegungen eines Gelenks auftritt und dann rasch nachlässt sowie der belastungsabhängige Schmerz, der sich mit der Belastung eines Gelenks entwickelt.

Arthroskopie: Spiegelung eines Gelenkes (z.B. Knie, Kiefergelenk, Schulter)
Ein Arthroskop ist ein spezielles Instrument, mit dem der Arzt mit einer kleinen Kamera direkt in das Gelenk schauen kann. Eine Arthroskopie wird aus diagnostischen und/oder therapeutischen Gründen durchgeführt.

Aufbissschiene: herausnehmbares Behandlungsgerät (i.d.R. aus Kunststoff) bei der Primärbehandlung von Kiefergelenksbeschwerden zur akuten Schmerzbeseitigung, sowie bei gelockerten Zähnen, beim nächtlichen Zähneknirschen, in der kieferorthopädischer Behandlung usw.

B

Blutwerte:

BSG: siehe Blutwerte

C

Capsulitis: Entzündung der Gelenkkapsel

chronische Polyarthritis: anderer Begriff für Rheumatoide Arthritis

CRP: siehe Blutwerte

CT: Computer-Tomographie - ein computerunterstütztes bildgebendes Verfahren, das mit Röngtenstrahlen arbeitet. Dadurch wird es möglich, den Körper in Schichten darzustellen und auch eine Information über räumliche Beziehung von Organen und krankhaften Veränderungen im Körper zu erhalten.

D

Diskus/Discus: (Gelenk)scheibe zur Pufferung - z.B. im Kiefergelenk, aber auch zwischen Wirbeln als Bandscheibe

E

Enthesiopathien: auch Tendopathie genannt, nichtbakterielle Erkrankung der Sehnen bzw. Sehnenscheiden in Ansatznähe der Knochen durch chronische Überlastung, Stoffwechsel- oder Durchblutungsstörungen, Enthesitis = Entzündung der Sehen- ansätze

Ergotherapie:  Zusammenfassende Bezeichnung für Beschäftigungs- und Arbeits- therapie, in der Rheumatologie: Eingehende Funktionsdiagnostik, Gelenkschutz- beratung, Gelenkschutzeinweisung und Gelenkschutztraining, Funktionelle Therapie, d.h. das Training von Bewegungsabläufen, Hilfsmittelversorgung und Anfertigung und Anpassung von Schienen oder anderen Hilfsmitteln, ebenfalls zum Gelenkschutz oder zur Kompensation von Behinderungen

F

Fibromyalgie:  auch fibromyalgisches Syndrom oder Weichteilrheumatismus genannt, generalisierte Schmerzen im Bereich der Muskulatur, des Bindegewebes und der Knochen mit typischen Schmerzpunkten (Tenderpoints). Zusätzlich bestehen häufig vegetative Symptome wie Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafstörungen.

G

Gicht:  in akuten Schüben oder primär chron. verlaufende Stoffwechselstörung, die durch Ausscheidung von harnsauren Salzen an versch. Körperstellen, besonders in den Gelenken und deren Umgebung gekennzeichnet ist. Am häufigsten ist das Großzehengrundgelenk betroffen. Das Gelenk ist in diesem Fall stark schmerzhaft, geschwollen und überwärmt.

H

HLA-B 27: siehe Blutwerte

I

Iliosakralgelenk: Gelenk im Beckenbereich zwischen Kreuz- und Darmbein, Eine Sacroileitis (Entzündung der Iliosakralgelenke) ist ein charakteristischer Hinweis auf das Vorliegen einer Erkrankung aus der Gruppe der seronegativen Spondarthritiden.

J


K

Kernspintomographie: auch Magnetresonanztomographie (MRT/MRI/NMR) genannt;
Bilder werden mit Hilfe eines großen Magnetfeldes und eines UKW-Senders erstellt.
Dabei wird unter gezielter Veränderung des Magnetfeldes ein UKW-Impuls in den Patienten geschickt und nach festgelegten Zeiten gehorcht, wie viele und welche Art von Radioimpulsen von dem Patienten wieder abgegeben werden. Mit Hilfe leistungsfähiger Computer können daraus Bilder des Körpers in beliebigen Ebenen erstellt werden. Die Kernspintomographie ist besonders für die Darstellung von Weichteilen geeignet.

L

Luxation: Verrenkung eines Gelenks

M

Manuelle Therapie:  Form der Krankengymnastik

Morbus Bechterew: Spondylitis ankylosans, chronisch entzündlich-rheumatische Erkrankung des Achsenskeletts (Wirbelsäule, Iliosakralgelenke, Schambeinfugen, kleine Wirbelgelenke), der Extremitätengelenke und Sehnenansätze; kann zur völligen Versteifung der Wirbelsäule führen (vorallem bei Männern)

MRT: siehe Kernspintomographie

Myalgie: diffuser oder lokalisierter Muskelschmerz, Ursachen der Myalgie sind u.a. Überanstrengungen, Überbeanspruchung bei Haltunssschäden, Infektionskankheiten, Autoimmunkrankheiten, Soffwechselkrankheiten und Trauma

N

O

Osteoporose:  Erkrankung des Sklettsystems mit Verlust bzw. Verminderung von Knochensubstanz und -struktur; Osteoporose führt zu einer erhöhten Frakturanfälligkeit

P

Physiotherapie:  Oberbegriff für krankengymnastische Behandlung und allgemeine Anregung gestörter physiologischer Funktionen mit Wasser, Wärme, Kälte usw.

Polyarthritis: siehe Rheumatoide Arthritis

Q

R

RA: Abkürzung für Rheumatoide Arthritis

Rheumafaktor: siehe Blutwerte

Rheumamedikamente: siehe Rheuma-Seite

Rheumatoide Arthritis: auch chronische Polyarthritis genannt, sie ist eine der folgenschwersten rheumatischen Erkrankungen, bei der viele Gelenke entzündet sind.
Diese Entzündungen äußern sich in erster Linie durch Schmerzen, aber auch Überwärmungen der Gelenke, Hitzegefühl, desweiteren Schwellungen und z.T. auch Ergußbildungen. Die RA zählt zu den Autoimmunkrankheiten, deren Ursache noch weitestgehend ungeklärt ist. Typische Begleiterscheinungen der RA sind ausgeprägte Müdigkeit, desweiteren ein allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Gewichts- abnahme, Lustlosigkeit, Depression, außerdem vor allem in Schubsituationen deutliche allgemeine Leistungsminderung und Abgeschlagenheit. Gefürchtet sind vor allem die Organbeteiligungen, die aber Gott sei Dank recht selten auftreten.
Außerhalb der Gelenke kann die RA die Weichteile befallen. Typische Bespiele sind Sehnenscheidenentzündungen, Rheumaknoten (unter der Haut liegende, derbe, verschiebliche Knoten vor allem auf der Streckseite der Gelenke; typische Stelle: Ellenbogen) oder Schleimbeutelentzündungen (typisch auch am Ellenbogen).
siehe auch ---->Rheuma von A-Z auf R-O

S

Seronegative Spondarthritis: Unter den seronegativen Spondarthritiden wird eine größere Gruppe rheumatischer Erkrankungen zusammengefaßt. Gemeinsames Bindeglied ist die häufige Mitbeteiligung der Wirbelsäule Typisch ist der Rückenschmerz vom entzündlichen Typ (Rückenschmerz tritt vor allem in Ruhe auf, Nachts oder in den frühen Morgenstunden und zwingt häufig den Patienten aufzustehen und sich zu bewegen). Der Rheumafaktor ist nicht nachweisbar (daher seronegativ), dafür kann man den Blutwert HLA-B 27 gehäuft nachweisen.
Vielfach haben Patienten vor Beginn der Wirbelsäulenschmerzen Beschwerden an anderen Stellen (Entzündungen der Regenbogenhaut im Auge, Achillessehnenentzündung, Knieschwellungen oder Probleme der Ferse).

Entzündungen treten auch auf an den:

Zu den seronegativen Spondarthitiden zählen der Morbus Bechterew, die Psoriasis-Spondarthritis (Gelenk- und Wirbelsäulenrheuma bei Schuppenflechte, einer Hauterkrankung), das Reiter-Syndrom (Sonderform der reaktiven Arthritis mit Darmentzündung oder Harnröhrenentzündung, Bindehautentzündung und Gelenkentzündung), die reaktive Arthritis und Enteropathische Arthritiden (Gelenk- und Wirbelsäulenrheuma bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa etc.).

Spondylitis ankylosans: siehe Morbus Bechterew

Synovia:  Gelenkschmiere, von der Synovialis geblildete fadenziehende Flüssigkeit, die Fetttropfchen, Eiweiß, Hyaluronsäure und Zelltrümmer enthält

Synovialis:  Kurzbezeichnung für Membrana synovialis, aus lockerem, zellreichem Bindegewebe aufgebaute Innenschicht der Gelenkkapsel

Synovialitis: Entzündung der Synovialis

Szintigraphie:  nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren unter Verwendung von kurzlebigen Radionukliden. Durch die Szintigraphie können z.B. Entzündungsherde sichtbar gemacht werden

T

Tinnitus:  Ohrgeräusche, wie Klingeln, Brummen, Rauschen, die nur vom Patienten wahrgenommen werden. Ursachen können z.B. Entzündungen im Mittelohr, Durchblutungsstörungen, Stress, Bluthochdruck sein. Auch ein Zusammenhang mit Kiefergelenkkrankheiten wird diskutiert.

U

V

W

X,Y

Z